New Bones

New Bones

Popshop

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Da produziert ein Schweizer seit Jahren herausragende Detroit-Techno-Tracks mit europäischer Klarheit und einem wohl dosierten düsteren Pop-Appeal, doch der große Szene-Erfolg will sich nicht so recht einstellen. Das letzte Album ist fast untergegangen.

Um 2002, mit der Veröffentlichung des zweiten Popshop-Albums „Salon Bizarre“, schien dem Wahl-Zürcher Martin Akeret die verdiente Aufmerksamkeit zuteil zu werden. Es folgten zwar eine Vielzahl Gigs an renommierten Orten und auch das darauffolgende Album erhielt gute Kritiken, doch irgendwie schien die Perfektion der Tracks, und die Symbiose aus treibenden Detroit-Stücken und schwebenden House-Popsongs etwas unterbewertet.

Popshop hat sich nicht vom Minimal-Hype der letzten Jahre beirren lassen und produziert eine Musik, die auf den heutigen Dancefloors eher selten zu hören ist. Und das obwohl sie nicht minder tanzbar und zwingend ist. Sie greift die klassische Funktionalität von Techno auf, bringt aber viel Wärme und Eingängigkeit in einen von Reduziertheit geprägtes Genre.

Auf „New Bones“, das im April 2007 von dem St. Gallener Label Alpinechic veröffentlicht wurde, hat Martin Akeret ausgewählte Stücke der letzten zehn Jahre neu abgemischt und quasi zu einem neuen Album gestrickt. In der Tendenz ist Popshop ruhiger und Song orientierter geworden, ohne den Druck der geraden Bassdrum zu entschärfen. Mit futuristischem Detroit-Techno und Electronic advanced pop beschreibt Popshop seinen Stil selbst auf seiner Website, und es klingt überaus treffend. (jw)

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