All We Could Do Was Sing

All We Could Do Was Sing

Port O'Brien

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Was hat uns Alaska außer oller Lachse noch zu bieten? Van Pierszalowski, der kreative Kopf der Band Port O`Brien, musste bisher jeden Sommer im väterlichen Fischerei-Betrieb anpacken, hat aus dieser Hölle aber nun ein wohlklingendes, herzensgutes und mitreißendes Debüt gezaubert.

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Die Legende besagt, dass Van den kalten Sommer in Alaska in der väterlichen Lachs-Fangfabrik arbeitet und davon den Rest des Jahres zehren kann – sowohl finanziell, als auch musikalisch. Denn solch ein Höllenjob muss schließlich verarbeitet werden! Das Ergebnis dieser Kompensation nennt sich „All We Could Do Was Sing“ und ist ein Album geworden, das pendelt, wankt und durch die Gegend rumpelt. Port O`Brien spielen drauflos. Sie kloppen auf Töpfen herum, folgen ihren Gefühlen und singen sich - gern auch mal an den Tönen vorbei - die Seele aus dem Leib. Das klingt lebendig, nach Herzblut und der Sehnsucht, dem nach Fisch riechenden Alltag endlich zu entkommen.

Aber so wie eine Lachssaison ihre Durststrecken und weniger ertragreiche Zeiten hat, so stecken auch in diesem Album hin und wieder ein paar Längen. Und zwar in den ruhigen Momenten. Diese plätschern so dahin, verwässern die Dringlichkeit und nehmen dem Ganzen die Nachhaltigkeit. Gut nur, dass Port O`Brien nie lang in diesen lahmen Gewässern herumdümpeln! Wenn sie wieder aufdrehen und ungestüm losscheppern, dann überzeugt ihr Debüt zweifelsohne. Nicht ohne Grund stellt die Band deshalb auf ihrer Homepage klar: „Port O`Brien is a rock band!“

Björn Bauermeister / Tonspion.de

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