Security Screening

Security Screening

Prefuse 73

Redaktionswertung: 
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gut
sehr gut

Prefuse 73 erweiterte stets den Hip Hop-Entwurf, experimentierte mit Elektronik, bezog sich auf Jazz und stand seit jeher zwischen den Stühlen. Sein neues Mini-Album macht einen Exkurs in Richtung Jazz der frühen Siebziger.

Scott Herren ist nicht nur Prefuse 73, er ist auch bei dem Post-Rock-Duo Savath & Savalas in den Credits vermerkt. Lange Zeit war Prefuse 73 eine Art Rückzugsprojekt des nach Spanien ausgewanderten US-Amerikaners. Doch für sein 2005er Album „Surrounded By Silence“ standen die Türen für MCs offen, so dass der bislang weit ausgereizte Hip Hop-Begriff von Prefuse 73 einen fast schon traditionellen Charakter bekommen hat. Der Sound blieb elektronisch, wurde jedoch grundlegend geordnet, und folgte stärker einer nachvollziehbaren Linie. RZA vom Wu-Tang-Clan, El-P oder Aesop Rock nahmen u.a. als Gast-Rapper teil. Damit ist Prefuse 73 allerdings nicht auf großer Mucker-Tour, sondern genau an dem Punkt, an dem Hip Hop eine rosige Zukunft zuzuschreiben ist. Zumindest im subkulturellen Kontext, wo Respektheischerei vernachlässigt wird. Das Nachfolger-Album „Security Screenings“ beschränkt sich zwei Kollaborationen – Keiran Hebden aka Four Tet und Babatunde Abebimpe von der Band TV On The Radio“. Jazz der Siebziger steht im Vordergrund des Mini-Albums, launige Instrumental-Tracks, die sich nach wie vor keinen Hip Hop-Konventionen hingeben wollen, die aber dennoch nicht zu angestrengt strange klingen. „No Origin“ mit Four Tet sollte dies deutlich machen. (jw)

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