The Day Is My Enemy

The Prodigy - The Day Is My Enemy

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1990 gründete sich am Abgrund des Londoner Undergrounds die Band Prodigy, die durch atemberaubende Geschwindigkeit, Einflüsse aus Drum&Bass, Jungle-Zutaten und Punk-Attitüde die Hörgewohnheiten völlig änderte. Jetzt erscheint ihr neues Album "The Day Is Your Enemy" und an der Durchschlagskraft der Band hat sich wenig geändert.

Das sechste Studioalbum "The Day Is Your Enemy" soll am 30.03.2015 erscheinen und erzählt von den dunkelsten Stunden der Nacht, In denen sich Drogen, Rotlichtlicht und Schlägereien treffen.

„Es ist die gemeinste Platte, die wir je aufgenommen haben“, verkündete das Trio bestehend aus Liam Howlett, Maxim Reality und Keith Flint. Der Titelsong schlängelt sich mit seinen schrägen Vocals durch die Hintertür wie einst „Smack My Bitch Up“, um im Verlauf krachend die Vordertür einzutreten. Dann gibt es kein Halten mehr, Breaks, Disharmonien, dreckige Noise-Attacken, Drum-Stakkato, Dub-Einsätze – alle Zutaten, für die The Prodigy geschätzt werden, entladen sich auf den neuen Tracks. Ohne auch nur im Ansatz auf Massenkompatibilität Rücksicht zu nehmen. 

Die Namen der Titel sind meist Programm, egal ob “Destroy”, “Beyond The Deathray” oder “Rhythm Bomb”- tanzbar ist hier nichts mehr, es geht um Zerstörungswut. Aber es gibt auch nicht ausschließlich voll auf die Glocke, beispielsweise kennt „Wild Frontier“ auch melodische Momente.

Manchmal gerät der Sound jedoch wie in „Wall Of Death“ derartig hart, dass die Verursacher des Lärms auch Atari Teenage Riot heißen könnten. Ungewohnt hart, ungewohnt zerstörerisch, man darf gespannt sein wie die Prodigy-Jünger die Platte aufnehmen. Uns bluten jetzt erstmal die Ohren. 

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