The Prodigy - No Tourists (Artwork)

The Prodigy - No Tourists

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"No Tourists" wird zur klassischen Touristenfalle: Liam Howlett & Co. machen zwar genau das, wofür sie seit Jahrzehnten geliebt werden, verzichten aber vollständig auf jeglichen Anflug von Innovation.

Video: The Prodigy - Need Some1

Knapp 10 Jahre sind seit der Veröffentlichung von "Invaders Must Die" ins Land gezogen. Damals haben wir unsere Review mit den treffenden, wenn auch abgedroschenen Worten "Wenn man nicht mit der Zeit geht, geht man mit der Zeit" eröffnet. Jetzt kämpft man mit der Verlockung, diese Review einfach nochmal neu zu veröffentlichen.

Denn "No Tourist" klingt so, wie man sich ein The Prodigy-Album im Jahr 2018 vorstellt. Und damit eben auch genau so, wie man sich dieses Album im Jahr 2015 oder 1997 vorgestellt hätte. 

Howlett, Flitt und Palmer donnern, scheppern und sägen auch dieses Mal wieder durch alles, was im Entferntesten mit Electro, Rock, Punk und Breakbeat zu tun haben könnte, und schaffen damit eine Reihe von Songs, die zwar auf jedem bisherigen Prodigy-Album ihren Platz gefunden hätte, gleichzeitig aber auch wieder so klingen, als könnten sie für eines der besten Konzert-Erlebnisse aller Zeiten sorgen.

Ob man die ständige Repetition und Selbstreferenzialität nun entweder als zeitloses Soundgewand oder als monotone Ideenlosigkeit bezeichnen würde, liegt bei diesem Album so sehr im Ohr des Betrachters, wie es nur selten der Fall ist. "No Tourist" ist ein nahezu perfektes Album für jeden Prodigy-Fan. Doch für all diejenigen, die sich eine Form von Innovation oder Mut auf erhoffen, wird nach wenigen Songs bereits Schluss mit der Rave-Punk-Party sein.

The Prodigy machen bereits mit dem Titel deutlich, dass dieser Sound nichts für zufällige Touristen sein soll. Aber welcher Tourist soll an einen Ort kommen, den er schon viel zu oft gesehen hat?

Audio: The Prodigy - We Live Forever

The Prodigy - No Tourists (Artwork)

The Prodigy

The Prodigy begann in den 90er Jahren mit Breakbeats und schrillen Tönen die Elektronische Tanzmusik und Acid House zu einer populären Musikrichtung zu machen. Passenderweise nennen sie sich "Das Wunderkind" auf Englisch, was aber eigentlich von dem Synthesizer Mood Prodigy abgeleitet wurde.

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