Another Eternity

Purity Ring - Another Eternity

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Zweites Album, zweite Ewigkeit: Auf "Another Eternity" entwirft das kanadische Dreampop-Duo Purity Ring wieder unwirklich schöne Electro-Traumwelten mit melancholischem Twist.

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Die Grundrezeptur des Debüts "Shrines" bleibt auch beim neuen Album dieselbe (und warum sollte sie auch nicht): Wie ein körperloses Wesen schwebt die mädchenhafte Stimme von Sängerin Megan James über scheppernd-schleppenden Beats und sphärischen Synthies und erfüllt Corin Roddicks weite, kalte Sound-Landschaften mit Leben.

Die treffend betitelte erste Auskopplung "Begin Again" gibt den dezent weiterentwickelten Ton vor: "Another Eternity" fällt nämlich (insbesondere in der ersten Hälfte) ein Stück weit poppiger aus als das Erstlingswerk, weniger düster und experimentell, hin zu mehr Klarheit. Die trancig-elektronischen Instrumentals treten nun öfter mal in den Hintergrund, um eingängigen Melodien den Vortritt zu lassen, Megans Vocals sind meist weiter nach vorne gemischt und stehen so im Fokus. In Verbindung mit Hall- und anderen Verfremdungseffekten erzeugt das eine atmosphärische Mischung aus Nähe und Distanz, ebenso wie die zehn Tracks gekonnt zwischen eleganter Simplizität und mitreißender Opulenz oszillieren.

Aber keine Sorge, zu fröhlichen Radio-Poppern werden Purity Ring dadurch noch lange nicht: In den Lyrics der zunächst fast süßlich erscheinenden Popsongs verbirgt sich noch immer ein Hang zu dunkler Melancholie. Keuschheit mit Twist, sozusagen.

12.04.15 Köln, Gebäude 9

13.04.15 Berlin, Postbahnhof

21.04.15 Hamburg, Gruenspan

22.04.15 München, Strom

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