Robots & Rebels

Robots & Rebels

Quasimodo Jones

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Rocksau wird von Elektro-Held durch den Sequenzer gezogen! Oder umgekehrt? Ouasimodo Jones und Håkan Libdo haben eine beeindruckende Linie zwischen sauber produzierten Techno und dreckigen Rock´n´Roll gezogen.

Gleichzeitig verbinden sie musikalisch Wisconsin und Europa. Zum Schweden Libdo muss man nicht mehr viel schreiben. Er gilt als einer der vielseitigsten Produzenten von elektronischer Musik, bevorzugt House und Minimal Techno. Quasimodo Jones hingegen ist noch ein weißes Blatt. Angeblich hat er bereits 23 Alben aufgenommen, die, obwohl sie ihrer Zeit weit voraus gewesen sein sollen, nie veröffentlicht wurden. Seit früher Kindheit steckt er tief im derben Rock, mimt sicherlich nicht nur zur Schau den kompromisslosen Rocker aus dem amerikanischen Westen. Ihr gemeinsames Album „Robots & Rebels“ klingt weit roher als es T.Raumschmiere vorgemacht hat. Die Gitarre kokettiert mit Blues und Stadionrock, Quasimodo Jones singt oder kreischt im Wechsel. Håkan Libdo umrahmt den Rebellen schließlich mit elektronischen Beats und allerlei kruden Melodiespielereien aus Trompeten, Banjo oder C64. Er hat die Platte auch so fett produziert, als ginge es darum, Marilyn Manson & Co an die Wand zu spielen. Der Albumopener „Love Commando“ verdeutlicht dies. (jw)

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