Queens Of The Stone Age - Villains

Queens Of The Stone Age - Villains

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Ein Mann spaltet das Wüstenland. Das von Mark Ronson produzierte Queens Of The Stone Age Album „Villains“ wird polarisieren, obwohl Josh Homme und seine Mannen einmal mehr grandios abliefern.

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Hier ist es also: das erste Queens Of The Stone Age Album, das die treue Fangemeinde entzweien wird. Nach Jahren, wenn nicht sogar knapp zwei Jahrzehnten, wird es QOTSA-Hörer geben, die „Villains“ nicht freudig annehmen werden und das liegt allein an einem Namen: Mark Ronson.

Der Pop- und Hip-Hop-Produzent (u.a. Amy Winehouse, Lady Gaga) und Erschaffer des Uptown-Funk-Ohrwurms mit Bruno Mars vergrault Scheuklappenfans schon allein durch seine Präsenz im Booklet. Dass sich Ronsons Arbeit tatsächlich auch im Sound widerspiegelt, zeigt die erste Single „The Way You Used To Do“.

Queens Of The Stone Age - The Way You Used To Do

Das tanzbare Riff im trockenen Gitarrensound ist das Paradebeispiel, wie die Zusammenarbeit der Queens und Ronson klingt. Es hat unverkennbaren QOTSA-Flair, Ronson nimmt den Lichtgestalten des Stoner Rock allerdings die düstere Tiefe und verpasst ihnen noch mehr Groove, als eh schon in Josh Hommes lockerer Hüfte schlummert.

Dass dieser Schritt in eine andere Richtung bewusst unternommen wurde, unterstreicht Mastermind Homme, der keine sich stets wiederholende Parodie seiner selbst werden möchte. Wem dieser Sound schon nicht gefällt, der wird mit „Villains“ nicht warm werden, ihm sei aber gesagt, dass sich unter dem etwas zu glatt gebügelten Klangbild wieder unzählige Perlen aus dem beeindruckenden Songwriting-Repertoire des Josh Homme finden lassen.

Queens Of The Stone Age - The Evil Has Landed

Die zweite Auskopplung „The Evil Has Landed“ überzeugt mit abwechslungsreicher Dynamik, „Feet Don’t Fail Me“ groovt und stampft unverschämt heftig und „Fortress“ und „Villains Of Circumstance“ sind immer größer werdende Midtempo-Nummern, die mit schwebender 80ies-Melancholie Freud und Leid in unmittelbare Relation setzen. Einzig die Symbiose aus Dead Kennedys und Elvis in „Head Like A Haunted House“ hinterlässt mehr Fragezeichen als Ausrufezeichen.

Im Großen und Ganzen ist „Villains“ aber ein äußerst rundes Album mit zum Teil großartigen Songs. Diese werden live nochmal eine andere Dynamik und Tiefe entfalten, was dann auch die Ronson-Hasser entschädigen wird, falls sich diese überhaupt noch ein Ticket kaufen. Queens Of The Stone Age liefern jedenfalls auch auf „Villains“ überdurchschnittlich gut ab und beschreiten einen neuen, noch lässigeren Weg, den so mancher Fan aber nicht mehr mitgehen wird.

Tracklist:

1. Feet Don't Fail Me
2. The Way You Used To Do
3. Domesticated Animals
4. Fortress
5. Head Like A Haunted House
6. Un-Reborn Again
7. Hideaway
8. The Evil Has Landed
9. Villains Of Circumstance

"Villains" von Queens Of The Stone Age erscheint am 25. August 2017 via Matador/Beggars Group (Indigo).

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