Observator

Observator

The Raveonettes

Redaktionswertung: 
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schwach
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gut
sehr gut

Anfang September erscheint das neue Album des dänischen Shoegaze-Duos The Raveonettes. Nimmt man den ersten Track „Observations“ als Maßstab, bleibt alles schwer und melancholisch wie gehabt, trotz Songwriting-Aufenthalt an einem der sonnigsten Orte dieses Planeten.

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Sune Rose Wagner hat wahrlich kein leichtes Jahr hinter sich. Permanent von mentalen Schmerzen und Depressionen verfolgt, zog der der Raveonettes-Mastermind schließlich kurz nach Neujahr die Reißleine und machte sich mit Sack und Pack auf nach Venice Beach, um unter der kalifornischen Sonne den Akku aufzutanken und sich mit neuen Songideen auseinanderzusetzen.

Doch keine Angst, liebe Shoegaze-Gemeinde, der sonnendurchflutete California-Vibe hat das musikalische Gemüt des holden Moll-Veteranen und seiner weibliche Begleitung, in Gestalt von Bassistin Sharin Foo, nur unwesentlich erhellt. Zwar bildet auf dem ersten Erguss ihres im September erscheinenden Siebtwerks ein herrlich aufbauendes Piano-Thema das Fundament, doch von hibbeligem Beach-Pop ist „Observations“ weit entfernt.

Gewohnt halllastig und mit stoischem Rhythmus versehen verbreitet der Viereinhalbminüter eine ähnlich melancholische Stimmung wie die Basis des Vorgängeralbums „Raven In The Grave“. Fast schon schwermütig schwelgt Wagners säuselndes Organ über dem simpel aber aufwühlend strukturierten Grundgerüst des Songs. Fernab der massentauglichen Oberfläche macht das dänische Duo genau da weiter, wo es mit dem letzten Album aufgehört hat.

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