Silence

Silence

Rechenzentrum

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Längere Zeit war es ruhig um das audio-visuelle Projekt Rechenzentrum geworden. Nach fünf Jahren ist nun das neue Album "Silence" erschienen. Und wieder verknüpft es Ton und Bildsequenzen zu einem Gesamtkunstwerk.
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Rechenzentrum standen seit jeher zwischen Kunst und Club. Vereinnahmen von einer der beiden Szenen ließ sich der musikalische Mastermind Marc Weiser dabei nie. Wie schon beim letzten DVD-Projekt "Director`s Cut" von 2003 arbeitete Weiser auch für das neue Album "Silence" mit dem Visuals-Künstler Lillevän zusammen.
Dessen langsame, in Schwarz-Weiß getünchte Bild-Sequenzen heben sich wohltuend vom Vektor-Grafik-Style vieler Club-Visuals ab. Entrückt und naturalistisch bauen sich immer neue Mikroebenen auf. Musikalisch wirken die einzelnen Stücke kompakter und weniger unterkühlt als auf den früheren Veröffentlichungen bei Kitty-Yo, Shitkatapult und Mille Plateaux. Marc Weiser arbeitete zuletzt viel beim Ensemble für zeitgenössische Musik "Zeitkratzer" und scheint dabei stark von der Symbiose von elektronischen und akustischen Instrumenten inspiriert wurden zu sein.
"Silence" besticht durch seine Atmosphäre der Improvisation, der Unmittelbarkeit und klanglichen Weite. Marc Weiser lud sich für die Aufnahmen zahlreiche Musiker ein, die mit Cello, Percussion, Trompete, Piano und anderen Instrumenten ebendiese Stimmung sowie diese hohe Musikalität erzeugen. Auf drei Stücken überrascht zudem der klare Gesang von Weiser selbst, der bestens dazu passt und so etwas wie Pop-Appeal in den Rechenzentrum zulässt. Ab und an richtet sich der Sound sogar ziemlich direkt in Richtung Tanzfläche.
Jens Wollweber | Tonspion.de

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