RIN Planet Megatron Cover

RIN - Planet Megatron

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Rin setzt auch auf seinem neuen Tape vor allem auf Eingängigkeit und Hitpotenzial. Zwar verbergen sich hinter einigen Songs überraschende Ansätze, die ganz großen Experimente bleiben auf "Planet Megatron" aber aus.

Wie ein wilder Mix aus Decepticons-Cosplay und Sierra Games-Videospielcase mutet das Cover an, auf dem sich Rin als Ankömmling vom Planet Megatron inszeniert - zu erkennen an standesgemäßer Ziese im Mundwinkel und den charakteristischen Dreads. Der Bietigheim-Bissinger legt nach seinem gefeierten "Eros"-Albumdebüt ohne größere Promophase ein Mixtape nach, das altbewährte Formeln verfeinert. 

Video: Rin - "One Night"

Rin bewegt sich auf "Planet Megatron“ über weite Strecken in seiner Komfortzone und beweist ein ums andere Mal sein Händchen für eingängige Hits. Zuverlässig arrangiert der Supreme-Jünger textliche Versatzstücke rund um Textil-Labels (Avirex, Nike, Balenciaga), Hooddrinks (Paulaner Spezi, Cola Light) und Autos (Lamborghini, Audi) und kleidet diese in wolkig-leichte Autotune-Gewänder. Wirklich experimentell wird es nur an zwei Stellen: beim technoid anmutenden „Imodj Ladykiller“ als stranges Greatest Hits-Mash Up und dem „Outro“, das ungewohnt intim ausfällt. Erstmals gibt Rin konkrete Einblicke in sein Privatleben und offenbart, einen Bruder verloren zu haben und seit mehreren Jahren eine Beziehung zu führen.

So setzt Rin auf „Planet Megatron“ zwar nicht zum musikalischen Quantensprung an, verpasst seinem Künstlerdasein aber durch das Einbringen von persönlichen Facetten etwas mehr Profil. Ansonsten bietet das Tape neben einer Handvoll Hits („Need for Speed“, "One Night", „Avirex“) vor allem jede Menge Fanservice.

Video: Rin - "Need for Speed / Avirex"

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