Makers

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Rocky Votolato

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Mit dem Bruder zusammen spielte er früher in einer Indie-Rockband namens Waxwing. Während das Bruderherz sich dann mit den Blood Brothers gewaltig austobte, schlug Rocky einen gänzlich anderen Weg ein.

Die Band des Bruders Cody ist eine deftig irreführende Referenz für die Musik von Rocky Votolato. Weder krachig, noch durchgescheppert, sondern ruhig und simpel zelebriert er seine Singer-Songwriter-Existenz. „Makers“ ist sein mittlerweile viertes Langspielalbum auf Solopfaden, die ihn bereits durch sämtliche Clubs dieser Welt geführt haben. Oft sagt man dem Herrn aus Seattle einen Johnny Cash-Einfluss nach, was es aber wiederum nicht ganz trifft. Es sind dann schon eher Parallelen zu Howie Beck, Elliott Smith oder Labelmate John Vanderslice herauszuhören: Eine Akustikgitarre, ab und an eine Mundharmonika und eine seichte, aber gefestigte Stimme kreieren eine warme Wohnzimmer- und Lagerfeuer-Atmosphäre. Musik für Momente, in denen jedes andere Geräusch stört. So wie einst bei einer Show in Liverpool, wo Rocky vor maximal acht Anwesenden ein grandioses Konzert spielte und plötzlich ein Trunkenbold aufschlug. Zunächst geduldig, dann aber bestimmend machte Rocky seinem Namen alle Ehre und bat zum Kampf. Mit den für ihn ungewohnt lauten Worten „Es gibt hier Menschen, denen diese Musik etwas bedeutet!“ forderte Rocky den Störenfried eindringlich und erfolgreich zum Abgang auf. Und genau das ist Rockys stärkste Waffe: Einfache Musik, die bewegt und Bedeutung hat. (bb)

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