Overpowered

Overpowered

Roisin Murphy

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Mit der Hilfe von Matthew Herbert und dem Album "Ruby Blue" hat sich Roisin Murphy von Moloko emanzipiert. Mit "Overpowered", Soloalbum Nummer zwei schlägt sie jetzt den Bogen zurück. Tanzbarer, poppiger.

Nach einem Jahrzehnt der intimen Zweisamkeit von Moloko und der Arbeit mit Matthew Herbert an "Ruby Blue" hat es Roisin Murphy diesmal vorgezogen, gleich ein halbes Dutzend Produzenten zu beschäftigen. Groove Armadas Andy Cato legte an einige Songs Hand an. Richard X trug seinen Teil ebenso bei wie Seiji von Bugz In The Attic. Ein Majordeal mit der EMI machts möglich. So gibt’s auf "Overpowered" einen glitzernden Rundumschlag aus (viel) Disco, House und ein ganz klein bisschen Techno.

Für den Zuckerguß sorgt Roisin Murphy selbst, die die Ideen ihrer Produzenten begierig aufgreift und leichtfüßig vor dem Mikrophon tänzelt. Ein bisschen zu leichtfüßig vielleicht, Substanzielles hat „Overpowered“ nicht zu bieten. Zuviele Zitate und Verbeugungen, zu wenig eigenständige Ideen. Symptomatisch für diesen Eindruck: "Modern Timing", das es als Free-Mp3 gibt. Musik mit eingebautem Lotusblatt-Effekt: nichts bleibt auf Dauer hängen. Tut allerdings auch keinem weh. Mit einem Wort: nett. Dabei hatte "Ruby Blue" soviel versprochen ... (Florian Schneider)

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