Aus den Kolonien

Aus den Kolonien

Samba

Redaktionswertung: 
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sehr gut

Irgendwann in den 90ern waren Samba, so dachte sich das zumindest die Plattenfirma, die münsteraner Konkurrenz für Tocotronic. Aber alles kam ganz anders.

Obwohl, hätte ja auch alles so schön gepasst: Eine Band, die sich nach einem Adidas-Turnschuh benennt (vgl. Trainingsjackenträger), eingäniger Indiepop und deutsche Texte jenseits von NDW und Heinz Rudolf Kunze. Der herbeigesehnte Bandkrieg fiel aus, Tocotronic wurden zum gern zitierten Sprachrohr der ach so wütenden und unverstandenen Jugend - und Samba nahmen weiter fleißig Perlen des Pop auf, zuletzt das wundervolle Album "Komando". Dann wurde es ruhig. 2004 sind Samba wieder da, nun auf dem Hamburger Label Tapete Records und wieder mit einem Album, dass die Belanglosigkeit junger deutscher Schmuserocker ebenso links liegen lässt, wie die gewollte Sperrigkeit in der Vergangenheit erfolgreicherer Kollegen. Auch dieses Album wird für Samba nicht den großen Durchbruch bringen, aber den geneigten Hörer wird es sicher durch die regnerischen Tage der Herbstes bringen, was ja auch nicht zu verachten ist. (de)

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