Die Ekstase der Möwen

Die Ekstase der Möwen

Samba

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Die Texte bleiben schlau, die Musik passt sich an: Samba erzählen wieder gute Geschichten und beugen sich elektronischen Trends.

Einige Kritiker hatten bereits beim letzten Samba-Album „Himmel für alle“ (2006) gerätselt, ob es sich bei manchen Stücken womöglich um Remixe handelte. Denn die Münsteraner Band, die bis dahin für schnörkellosen Indie-Pop stand, klang plötzlich elektronischer, verspielter, der Zeit angepasster. Jetzt wird der Samba-Sound mit noch mehr Synthies, Dance-Beats und Chorgesängen aufgehübscht.

Gleich der erste Song auf dem neuen Album „Die Ekstase der Möwen“ fiept und summt und drückt, während Sänger und Songschreiber Knut Stenert euphorisch verkündet: „Eine Arena der Freiheit geht vor uns auf – wir müssen nur hineinspringen, und sie fängt uns auf“ (aus „Hinter der Kurve“).

Eine Hoffnung, die sich durch sämtlich Texte der Platte zieht. Während sich viele seiner Genre-Kollegen mit Befindlichkeitsplauderei be- und vergnügen, lässt sich Stenert niemals beirren, denn: „Wir sind es gewohnt, dass Lieder zum Aufwachen sind, Lieder zum Aufmachen sind, Lieder zum Großwerden sind, Lieder zum Widerstand da sind“ (aus „Lieder zum Widerstand“). Zusammen mit Gerogor Schnek, Benedict Filleböck, Ramin Bijan (Die Türen) und Marcel Römer (Juli) hat Stenert „Die Ekstase der Möwen“ zu einem modernen Frühlingspopalbum gemacht (produziert von Tobias Siebert; Delbo/Klez.e). Mit Musik, die auf keiner Wiese stört und mit Geschichten, die so schön wie clever klingen.

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