Himmel für Alle

Himmel für Alle

Samba

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Samba aus Münster sind seit Jahren ganz vorne dabei, wenn es um deutschsprachigen Indie-Pop geht. Auf ihrem neuen Album "Himmel für Alle" beweisen sie uns, dass man tatsächlich immer besser werden kann.

Mitte der 90er-Jahre waren Samba vermutlich ihrer Zeit voraus. Man hörte gerade allenthalben Diskursrock aus Hamburg und medial ging die Band aus der westfälischen Provinz deshalb ein wenig unter, denn in diese Schublade passte die Musik von Songschreiber Knut Stenert beim besten Willen nicht. In den darauffolgenden Jahren erlebten die Jungs alle Höhen und Tiefen des Pop-Geschäfts - Majordeal, Rauswurf, das ganze Programm eben. Was aber stetig geblieben ist sind Samba`s regelmäßige Platten. Was mit der schlicht unterschätzten Debütplatte "Zuckerkick" begann, findet nun mit "Himmel für Alle" seine wunderbare Fortsetzung. Bereits der letzte Longplayer "Aus den Kolonien" zeigte Samba in Hochform, doch bei "Himmel für Alle" stimmt einfach jede Kleinigkeit - ganz subjektiv natürlich. Personell hat sich Einiges getan und vielleicht liegt die neue Frische daran, das nach dem Ausscheiden von Drummer Hirzel Hirzelsen alles auf den Prüfstand musste. Neben Knut Stenert und Götz Grommek haben sich mit Tobias Siebert (Delbo, Klez_E), Ramin Bijan (Die Türen) und Florian Lüning (Delbo) famose Mitstreiter gefunden. Eine All-Star-Band sozusagen! Stenerts Texte sind gewohnt rhythmisch und manchmal immer noch ein wenig verquer, die Band spielt dazu groovig und beschwingt wie kaum zuvor. Sommerlicher und schöner kann man Indie-Pop kaum machen. Nachzuhören auf dem MP3-Download "Dem Licht auf der Spur". (cw)

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