Silence Yourself

Silence Yourself

Savages

Redaktionswertung: 
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Mit eisiger Wucht hauen einem Savages ihr mit Spannung erwartetes Debütalbum um die Ohren. "Silence Yourself" ist eine Wand aus Attitüde und Überzeugung. Mit ihrer Intensität bringen Savages Post-Punk auf ein neues Level.

Mit den beiden Songs "Flying To Berlin" und "Husbands" zogen Savages vor knapp einem Jahr die Aufmerksamkeit von Presse und Publikum auf sich. Wie aus dem Nichts erschienen Jehnny Beth (bürgerlich Camilla Berthomier), Gemma Thompson, Fay Milton und Ayse Hassan auf der Bildfläche, mit beeindruckender Selbstsicherheit und einer Mischung aus Drama und Wut. Erste Live-Shows schürten die Euphorie um das Londoner Quartett. Ende letzten Jahres zogen sich Savages zurück, um gemeinsam mit Johnny Hostile, der mit Beth das Indie-Duo John & Jehn bildet, und Rodaih MacDonald (The xx, Adele) ihr Debütalbum "Silence Yourself" aufzunehmen.

Savages - Silence Yourself (Albumstream)

Den melancholischen Drive von Joy Division und die Dramatik von Siouxsie & The Banshees verinnerlicht, verpassen Savages dem Genre Post-Punk ein Update, lassen Noise, Metal, Rock und Hardcore-Einflüsse erkennen. Dennoch wird zu keiner Zeit kopiert, sondern allenfalls verwiesen. Engstirnigkeit hat auf "Silence Yourself" nichts verloren, ebenso wenig platte Phrasen oder nichtssagendes Blabla. Die schneidende Atmosphäre resultiert aus der Energie und dem Selbstbewusstsein mit dem Savages auftreten. "Silence Yourself" ist ein Juwel von einem Debüt, das unruhig in Schwarzweiß aufflackert und hochexplosiv ist.

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