People And What They Want

People And What They Want

Savoy Grand

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Graham Langley und die seinen haben sich Zeit gelassen. Ein Jahr nach der als kurzer schöner Vorbote ins Rennen geschickten EP "The Lost Horizon" erschüttert nun endlich ein neues Album mit sachte arrangierter, tief berührender Langsamkeit.

Vorsichtig, oft fast quälend langsam wagen sich die Lieder Savoy Grands vor, erzählt Sänger, Texter Komponist Langley Geschichten von Fehlern, Sehnsüchten und Trauer. Jedem Ton, jeder Silbe lässt die Band Zeit und Raum, um alle Einzelteile zu einem bewegenden, energetischen Ganzen wachsen zu lassen. In manchem Moment steht die Band fast still, wird der Herzschlag des Hörers lautestes Geräusch, ehe sanft und vernichtend nächste Töne, Strophen, Harmonien hereinbrechen. "People And What They Want" bricht mit keinem Savoy Grand´schen Grundprizip. Doch bei aller Ruhe und Langsamkeit, bei allem Leid und allen Wunden in Langleys Gesang ist dieses neue Album weit weniger in sich verloren als das Vorgängeralbum und Meisterwerk "Burn The Furniture" oder gar das Debüt "Dirty Pillows". Die Band, zu der Graham Langley Savoy Grand wieder hat werden lassen, findet Gefallen am sanft verstörenden, dicht arrangierten Popsong. Der Sound verliert dabei einige Ecken und Kanten, ersetzt sie jedoch durch ansehnliche, sanft geschwungene Bögen und viele einfache, schöne Momente. Der ewig persönlich Mitleidende mag hierin einen Schritt in die Beliebigkeit sehen. Den etwas weniger involvierten Zuhörern öffnen sich mit "People And What They Want" schöne Welten voller Verzweiflung. (sc)

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