Impeccable Blahs

Say Hi - Impeccable Blahs

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Flüsternder Gesang, flockige Beats, ein simplerer Gitarrenriff und ein surrender Synthi: das könnten Nada Surf und Postal Service in ihrer lo-fi-mäßigen, brummigen und unbeschwerten Vereinigung sein. Nein, aber fast.

Download & Stream: 

Den Namen von Say Hi To Your Mom hat er einfach etwas abgekürzt, obwohl doch bereits einige Alben unter dem ehemals langen veröffentlicht wurden. Es ist das vierte Album, das Eric Elbogen, das ewige Zentrum dieser „Band“, gemacht hat – erstmals aber nicht ganz allein. Ein Schlagzeuger und ein Keyboarder begleiteten und unterstützten ihn, wobei die Vergangenheitsform mittlerweile wieder der Realität entspricht. Das Dreiergespann hielt nicht lang, kehrte Elbogen doch Brooklyn jüngst den Rücken, um nach Seattle zu gehen.

„Impeccable Blahs“ erschien bereits im letzten in den USA und wurde nun via Hamburger Indie Devilduck über den großen Teich geschifft. Das war eine gute Tat. Denn äußerst lässig, unkonventionell eingängig und erfrischend ist dieses Album ein offener und unverbissener Entwurf zwischen Indierock und –pop. Im Unterschied zu den vorangegangenen Alben von Say Hi To Your Mom gibt dieses nun noch weniger auf Zeitgenössisches acht. Manchmal schon fast zu viel, wenn man an der einen oder anderen Stelle auf den Funken fast schon einen Tuck zu lange warten muss, der das Loopartige aufbricht, um überzuspringen. Aber kleine Ausnahmen bestätigen das Gute einer sonst auf ganzer Linie überzeugenden Platte. Also, say hi to Say Hi! Denn hier wird auf Zeitgeister gepfiffen, ohne altmodische Töne von sich zu geben. Sehr schön.

Björn Bauermeister / Tonspion.de

Say Hi

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