Time, Space And Other Stories

Time, Space And Other Stories

Schtimm

Redaktionswertung: 
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gut
sehr gut

Düster und atmosphärisch wie ein Fjord. Es tröpfelt und perlt, es fließt und steht still. Das dritte Album der Norweger Schtimm hat diese herbstlich erfrischende Kühle, nach der man sich in diesen unerträglich heißen Tagen so sehnt.

Das Düsseldorfer Label „Make My Day Records“ stellt die Weichen in Richtung nächste Jahreszeit. Mit der norwegischen Perle „Time, Space And Other Stories“ schicken sie uns schon jetzt in den Herbst. Neben Schlagzeug, Bass und Gitarre sind es Streicher, Bläser, Glockenspiel und streunende Geräusche, die aus der Ferne erklingen, aber doch so nah sind. Auf diesem Album klingen Zeit und Raum in ihrer ganzen Pracht und erzählen zwölf Kurzgeschichten. Durchtränkt von einer Melancholie, die sich minimalistisch wie majestätisch aufbäumt und immer wieder Licht in die Dunkelheit streut. Das ist Mollpop aus Norwegen, in den man eintaucht, in dessen Tiefen man sich verliert und aufgehoben fühlt. Musik, Stimme und Atmosphären tragen den Hörer weit hinaus, setzen ihn ab und nehmen ihn wieder mit, zurück zu anderen, abgelegenen Orten. „Don’t Blame The Rain“ ist wie auch der Opener „White Holes“ ein Song, der von Innen her kühlt. Sofort fühlt man sich an die Fragilität und Einzigartigkeit einer Beth Gibbons erinnert und jegliche Ängste vor der Zeit nach diesem unerträglich heißen Sommer sind fort. Der Herbst darf nun gerne kommen, denn die perfekte Musik dafür hätten wir hiermit. (bb)

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