Grand Letdown

Grand Letdown

Scraps Of Tape

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Schweden mögen es oft gemütlich. Ruhig, elegisch und wortlos schaukeln sich die Bands von dort gern mal durch ihre Alben, um dann amtlich zu explodieren. Scraps of Tape haben das hinter sich. Sie kommen nun schneller auf den Punkt.

2001 begannen sie damit, dem instrumentalen, zwischen den laut/leise-Extremen herumpolternden Postrock zu frönen. Eben noch fragil und ätherisch, dann schon wieder aggressiv und explosiv, aber immer ohne große Worte blieben die vier Jungs aus Malmö von Anfang an diesem Sound und Stil treu.

Heute klingt das schon etwas anders. "Grand Letdown" ist das dritte Album von Scraps of Tape und wurde von Mathias Oldén (Logh) aufgenommen. Es wird gesungen, ja sogar geschrien, es wird die Würze in der kompakten Kürze gesucht, ja sogar mal im 3.30-Kontext gespielt. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass sich diese Schweden auch "Filler", einem Minor Threat-Song angenommen haben. Sogar Fugazi-Frontmann Ian Mackaye höchstpersönlich war sehr angetan von dieser Neuinterpretation. Aber auch der Rest gefällt doch sehr. Eine schöne Weiterentwicklung.

Björn Bauermeister / Tonspion.de

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