30-11-80

Sido - 30-11-80

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Zweifacher Vater, glücklich verheiratet, eine Friedenstüte mit den Feinden geraucht - Sido ist erwachsen geworden, das ist die Botschaft hinter „30-11-80“. Ein Album, das sich Sido zu seinem 33. Geburtstag schenkt. Er bestimmt was auf seiner Party läuft und das ist ziemlich „Grenzenlos“.

Wo fängt man bei diesem Album an? Vielleicht bei „Grenzenlos“, in dem Marius Müller-Westernhagen mit „Freiheit“-Pathos die Hook singt und Sido noch einmal die Mauer für uns fallen lässt. Seinen 33. Geburtstag feiert Sido mit einem Album, das sich eine Menge traut, wodurch Hip-Hop-Puristen sich auf den Schlips getreten fühlen. Damit meine ich weniger die Kollabo mit Helge Schneider, die das ist, was man sich erwartet hat: Klamauk! Nein, es geht um Songs wie „Fühl Dich Frei“ und seinem peinlichen Trance-Beat, oder die beiden Klischee beladenen Songs, in denen Mark Forster singt.

Sido - 30-11-80 (Albumstream)

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Ohne Rücksicht auf Verluste switcht Sido zwischen pumpenden Rap-Tracks und Popsongs hin und her. Glorifiziert seine Liebe zu Ehefrau Charlotte, nimmt seine zweifache Vaterrolle an und erteilt (seinen) Kindern Ratschläge. Sido reflektiert seinen Status als Künstler und versucht eine Lanze für alle zu brechen, denen es nicht so gut wie ihm selbst geht. Voll, voller, am vollsten! Alles musste auf dieses Album drauf, alles noch in diesen einen Takt, selbst wenn der Flow holpert wie eine Buckelpiste. Was möglich gewesen wäre, lassen der bombastische Posse-Track „30-11-80“ und „Maskerade“ mit Marsimoto und Genetikk erkennen. Einfach nur Rap zu machen, genügt Sido heute leider nicht mehr, es muss schon „Grenzenlos“ sein.

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