Love Pollution

Love Pollution

Snax

Redaktionswertung: 
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sehr gut

Es ist beinahe beängstigend, wieviel kreatives Potential sich in Berlin versammelt hat. Und damit ist ausnahmsweise einmal nicht die Technoszene der Stadt gemeint. 2006 war auch das Jahr in dem Berlin endgültig zur Funkmetropole mutierte.

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Bei zwei Konzerten in der Staatsoper unter den Linden versammelten sich vergangenen September sämtliche Protagonisten des Berlin-Funk: Jamie Lidell hatte eingeladen, Gonzalez, Mocky und Snax kamen gerne und bestritten für einige das Konzert des Jahres. Konkurrenz belebt ja bekanntlich den Wettbewerb und so streiten die vier um den Titel "offizieller Nachfolger von Prince". Denn während das Feuilleton dem Meister aus Memphis attestieren musste, dass sein Album "3121" keine neue Marke in Sachen "Futurismus" setzen konnte, wird in Berlin längst sein Erbe mit elektronischen Mitteln fortgeführt. So auch von Snax. "Love Pollution", das zweite Album von Snax, zeigt den Wahlberliner in bester Laune. Nervös zucken und zicken die Gitarren, fett schmatzen die Keys und Snax gefällt sich einmal mehr in der Rolle des Conferenciers, dessen Falsett uns aus der Reserve lockt. Platte Witze gehören dabei ebenso ins Repertoire wie fein arrangierte Passagen, jugendlicher Überschwang ebenso wie altersweise Ratschläge. In seiner Hibbeligkeit absolut sympathisch. (fs)

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