Lovetune for Vacuum

Lovetune for Vacuum

Soap&Skin

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Knapp volljährig hat Anja Plaschg alias Soap&Skin mit "Lovetune for Vacuum" ein Debüt eingespielt, dessen emotionale Dichte zwischen Überforderung und völliger Vereinahmung pendelt.

Zwischen "Vier Minuten" und "Schlafes Bruder" würde ihr Label Anja Plaschg gerne sehen. Ein Klavier spielendes Kind von 18 Jahren, das sich selbst beim Singen und Spielen verliert. In der Tat macht das, was die Österreicherin auf ihrem Debütalbum singt, flüstert, schreit und kreischt nicht immer einen gesunden Eindruck. Sie steht damit aber in einer Reihe mit Tori Amos oder Björk.

Pathos gehört ebenso zur Inszenierung wie das Sich-Fallen-lassen in der eigenen Musik, ohne dass man Soap&Skin deswegen gleich vor ihrer Musik schützen müsste, wie es das Presseinfo nahelegt. Vielmehr hat es den Anschein, dass es ihre Musik ist, die ihre Umwelt vor Anja Plaschg schützt. "Lovetune for Vacuum" wäre dann eine musikalische Auseinandersetzung mit dem Konflikt, den jeder als besonders schmerzhaft und prägend empfindet: der Loslösung vom eigenen Elternhaus und eigene Wege zu gehen.

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