The Destroyed Room - B-Sides And Rarities

Sonic Youth - The Destroyed Room - B-Sides And Rarities

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Die New Yorker Grunge-Vorreiter und Feedback- jongleure Sonic Youth gewähren Einblick in die Hinterzimmer ihrer Soundgebäude: „The Destroyed Room: B-Sides And Rarities“.

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Manch ein Banause sagt, dass all ihre Platten wie schrottige B-Seiten-Compilations klängen. Ein Wesensmerkmal des Banausen ist nun aber, dass er von Kunst an sich rein gar nichts versteht. Und Sonic Youth ist zweifelsohne kunstvolle und musik- geschichtliche Schwergewichtigkeit. Nun gibt es eine offizielle Sammlung raren Materials, das vornehmlich aus den Neunzigern und den ersten Jahren nach der Jahrtausendwende stammt. “Fire Engine Dream” ist ein Outtake aus dem Jahre 2003 und zugleich ein Opener, der sich über zehn Minuten streckt, aufbaut und aufgeht. So etwas darf und kann nicht jeder. Auch kann nicht jeder stets den Pop so subtil hinter dem Noise verstecken und Letzteren durch Ersteren mit solch einer Feinfühligkeit, Natürlichkeit und Nachhaltigkeit kontrollieren. Sonic Youth kann. Böse Zungen behaupten, dass Sonic Youth den Grundstein für Cobains Suizid gelegt haben. Das geht selbstredend etwas zu weit, auch wenn man mit ziemlicher Sicherheit sagen kann, dass Nirvana und dem gesamten Grungegerangel sicherlich eine andere Karriere zuteil geworden wäre, hätte es Sonic Youth nicht gegeben. Eine Band, die Indierock-Geschichte geschrieben hat und damit neue Schubladen wie ein Indiearchitekt gestaltete. Hier nun gibt es Einiges aus einer ihrer hinteren Schubladen zu belauschen. Nichts für Banausen, sondern für Kunstinteressierte – und SY-Fans natürlich. (bb)

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