Technology Won`t Save Us

Technology Won`t Save Us

Sophia

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
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gut
sehr gut

Sophia, das ist Robin Proper-Sheppard und seine zur Musik gewordene Selbsttherapie. War es früher die Freisetzung gewaltiger Kraft mittels akustischer Schwermut, so hört man auf dem neusten Album den Erfolg dieses therapeutischen Ansatzes.

Nach dem Tod des Freundes und Bassspielers seiner früheren Band The God Machine, die 1993 mit „Scenes From The Second Storey” bereits kraftvoller klangen, als so manch kontemporäre Rockband, nahm Proper-Sheppard zunächst Abstand vom Instrument. Er stürzte sich auf sein eigenes Label The Flower Shop Recordings und versuchte erst nach einiger Zeit den Verlust seines Freundes auf dem Weg der eigenen Musik zu verarbeiten. Der alte Krach war gänzlich fort, die Intensität aber blieb. Es war das Debüt „Fixed Water“, diese langsame, morbide Unterwasseratmosphäre, in der Verlust und Schmerz melodiöse Meere füllten, ohne laute Wellen zu schlagen. Zwei Jahre später perfektionierte Proper-Sheppard mit „The Infinite Circle” diese Welt voll fließender Traurigkeit. Im Vergleich zur spartanischen Instrumentierung und melancholischen Dichte dieser beiden ersten Sophia-Alben klingen das vor zwei Jahren erschienene „People Are Like Seasons“ und nun auch das aktuelle Album wie hedonistischer Bombastpop – aber Obacht: relativ betrachtet! Denn Sophia ist nach wie vor melancholische Mollmusik, auch wenn „Technology Won’t Save Us“ eine abenteuerliche Melodiewelt zwischen Trauer, Trost und Zufriedenheit ist. Die Selbsttherapie trägt also hörbar ihre Früchte. (bb)

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