Dying To Say This To You

Dying To Say This To You

The Sounds

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Lasst uns nicht über das Cover reden, auch wenn das schwer fällt. Lasst uns über die guten alten Zeiten und ihre tolle Musik reden. The Sounds sind in den Achtzigern groß geworden und lassen nun ihrer Jugend freien Lauf.

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Die Achtziger haben bei uns allen Spuren, ja vielleicht sogar Narben hinterlassen. Erstaunlicherweise lässt sich die heutige Mode hin und wieder von dieser geschmacklich fraglichen Zeit inspirieren und die Musikmachenden hören auch wieder verstärkt in die Alben dieser musikalisch ebenfalls recht umstrittenen Ära. Auf den ersten Höreindruck klingen „The Sounds“ deshalb auch wie ein plattes Plagiat, wie ein auf den coolen Zug draufgeworfenes Paket, das man gut verkaufen kann. Aber wer vom Pop und Rock der Achtziger musikalisch betrachtet sozialisiert wurde, der wird hier nur schwer das Bein stillhalten können. Eingängig aber nicht dumm, synthetisch aber mit Lebendigkeit und Passion ist „Dying To Say This To You“ perfekt für den Tanzflur - und auch fürs Wohnzimmer. Also Anlage aufreißen, das Stirnband aufsetzen und nochmal unbeschwert wie in den Achtzigern Luft-Synthi vor dem Spiegel spielen. Wer sich bei dem hier zu hörenden Song „Painted By Numbers“ dagegen verwehren kann, ist ein gefühlskalter Mensch. Denn hier tanzt Cindy Lauper und gröhlt zu The Gossip, Zoot Woman entledigt sich von jeglicher Schwermut und The Hives haben sich umoperieren lassen und Camouflage aufgelegt. The Sounds begeistern durch die Reminiszenz an das Schöne der Achtziger. Das erfrischt, macht Spaß und ist wirklich schön - auch ungeachtet dieses Covers. (bb)

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