You Are Here

You Are Here

South

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Still und heimlich scheinen South sich von Album zu Album an den perfekten Pop anzuschmiegen. Dass sie dabei von jedem Genre nippen und haarscharf an Schmalz und Beliebigkeit vorbeischrammen, ist ihr großes Plus.

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Großer Mentor von South war von Anfang an Ian Brown, der ehemalige Stone Roses-Frontmann. Für diesen Umstand ist das britische Trio so bekannt, wie für seine große Palette an Einflüssen, die es stets zu verwursten weiß. Hierzulande wurde diese Band immer nur am Rande beachtet, wenngleich sie doch so Hörenswertes zu bieten hat. Sie scheuen nie die musikalischen Abenteuer und brenzlichen Ausflüge in große Schubladen und sind somit auch immer für diverse Überraschungen gut. Das Gespann der Multiinstrumentalisten Joel Cadbury, Jamie McDonald und Brett Shaw legt im zehnten Jahr seines Bestehens das vierte Album voll von solch bunten Überraschungen vor.

Es schwingt und tänzelt, stampft und kränkelt. Unaufgeregt und mit sich im Reinen klingen South auf „You Are Here“ glasklar und rein: South outen sich als pure Popper, auch wenn sie sich auf diesem Album von jedem benachbarten Genre mal eine Prise reingezogen haben. Da beginnt man mal psychedelisch und endet im absoluten Rock. Dann geht es spacig weiter, nimmt eine zackig funky Wendung und fliegt kopfüber zwischen den Stühlen hindurch, um wieder auf den Popbeinen zu landen. Und immer wenn sie dort stehen und vor sich herspielen, klingen sie am ehrlichsten und schönsten. Nicht nur Ian Brown dürfte das sehr gefallen!

Björn Bauermeister / Tonspion.de

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