Father Creeper

Father Creeper

Spoek Mathambo

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Spoek Mathambo und Sub Pop – keine Verbindung, die auf der Hand liegt. Aber nicht erst seit dem grandiosen Shabazz Palaces Album weiß man, das Sub Pop auch für abseitigen Hip-Hop eine gute Adresse ist. Die größere Überraschung ist aber das neue Album „Father Creeper“ selbst.

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Mathambo, bürgerlich: Ntahto Mokgata, verweigert es konsequent auch nur eine der Erwartungen an den Nachfolger zu „Mshini Wam“ zu erfüllen. Wer auf Kollaborationen mit Produzenten wie Diplo oder Schlachthofbronx gehofft hat, muss sich im Netz auf die Suche machen. Dort findet man viele Tracks, die Spoek Mathambo als Rapper zeigen. Auf „Father Creeper“ hat er stattdessen auf die Hilfe anderer Produzenten verzichtet. Mit Rockband im Rücken führt Spoek Mathambo mit „Father Creeper“ das fort, wo Death in den 70ern, die Bad Brains in den 80ern und Living Colour in den 90ern angesetzt haben: Rock wieder funky klingen zu lassen.

Organisches trifft so auf artifizielles, subsonische Bässe auf knackige Snares, sägende Gitarren auf flirrendes Keyboards, die Spoek Mathambo mit seiner Stimme zu einem schwer zu fassenden Hybriden zusammenfügt. „Father Creeper“ ist anstrengend, fordernd, und recht widerborstig. Aber wer Wohlfühlmusik wollte, lag schon beim letzten Album „Mishini Wam“ falsch, und dürfte mit Spoek Mathambo auf „Father Creeper“ nicht mehr Schritt halten können. Spoek Mathambo spielt alles oder nichts, spielste mit?

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