Wall Of Soul

Wall Of Soul

Spyritual

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Elektrifizierter Jazz aus Skandinavien ist nichts Unbekanntes mehr. Bugge Wesseltoft und Nils Petter Molvaer haben sich gekonnt vom Jazz in die loungigen Clubs bewegt. Das finnische Duo Spyritual ging den umgekehrten Weg – aus der Techno-Szene zum NuJazz.

In gewisser Hinsicht ist das Debütalbum „Wall Of Soul“ von Juha Tuukkanen und Terhi Koivisto aka Spyritual fast schon perfekt. Der Sound ist warm und dank echter Instrumente organisch, der Groove entsprechend deep und die melancholische Atmosphäre scheint zum neu beginnenden Herbst zu passen. Vielleicht muss man sich lösen von der Skepsis gegenüber allzu schöner Musik. Natürlich mögen Spyritual den echten Jazz-Sound mit Bläsern, Klavier sowie weit ausladende Instrumentalphasen, doch sie scheinen, um es vereinfacht auszudrücken, wie Techno-Produzenten zu arbeiten. Denn immer wieder bleibt man an geloopten Spuren hängen, die die Songs wohltuend vom NuJazz-Idyll entfernen. Erstaunlich ist zum einen, dass sich Kitty-Yo nach all den kickenden Releases der letzten Monate nun an dieses Album ranwagt. Zum anderen, dass man schon lang nicht mehr so direkt zum Zurücklehnen und zur Freude an den Wohlklang angeregt wurde. (jw)

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