Paris-Berlin

Stereo Total - Paris-Berlin

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Nach sechs Alben und einer Best-Of Scheibe aus dem letzten Jahr sind Stereo Total nun wieder beim Stil ihrer Anfänge gelandet.

Sie gehen zurück zum einfachen Punk-Sound der frühen Tage. Mit 4-Spur Rekorder, Billig-Verstärkern und Glockenspiel wurde das Album im Proberaum eingespielt und klingt auch so. Es ist alles eher schrammelig und Lo-Fi gehalten, daraus ist aber gleichzeitig auch ein sehr liebevolles und organisches Werk entstanden. Die Songs sind nun auch wieder mehr Rock’n Roll und weniger elektrifiziert. Der Rock haut da in „Küsse Aus Der Hölle Der Musik“ und „Plus Minus Null“ auch ganz gut rein. Das Tanzbein darf aber trotzdem zu fast jeder Nummer geschwungen werden. Einige Elektro-Parts sind zwar auch noch zu hören, so zum Beispiel auf "Mehr Licht", doch insgesamt ist das Album sehr abwechslungsreich geraten. Chanteuse Francoise Cactus, säuselt wie jeher ihre Texte über Liebe, Unsinn und Polit-Trash ins Mikro. In „Ich Bin Der Stricherjunge“ klingt Brezel Göring etwas nach Udo Lindenberg, was ihm übrigens ganz gut steht. Manchmal lacht man dann über den (fehlenden) Inhalt der Texte, manchmal grübelt man auch mit den beiden Großstadtpoeten mit. Die gratis Hörprobe ist das Lied „Patty Hearst“, welches auch recht passend die "Home-Recordings" Stimmung des kompletten Albums widerspiegelt. „Paris-Berlin“ geht durch die alte neue Ausrichtung mehr nach vorne. Und mit "Komplex mit dem Sex" bieten Stereo Total sogar einen kleinen Nachfolge-Hit zu ihrer "Liebe zu dritt". (dk)

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