A Grand Don´t Come For Free

A Grand Don´t Come For Free

The Streets

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Mike Skinner aka The Streets ist schon ein "komischer Kauz". Ein Geezer halt. In Interviews antwortet er am liebsten nur mit „ja“ oder „nein“, ist zurückhaltend ruhig, ganz anders als auf Platte oder Bühne.

Da wird „A Grand Don´t Come For Free“, dem neuen Album von Mike Skinner aka The Streets, zu etwas, das wir jetzt hier neu definieren: „Eine mit den coolsten Beats, frischesten Sounds und am besten passenden Ambienten unterlegte Mischung aus Hörspiel und Ein-Mann-Theaterstück.“ Nicht dass jetzt alle, die ne Theaterdauerkarte besitzen automatisch auf The Streets stehen würden, aber die Songs auf dem Nachfolger von „Original Pirate Material“ versprühen einen ganz prägnanten Wiedererkennungswert. Ich mein nicht das Wiedererkennnen des Songs selbst, ich meine das, was er transportiert. Wenn man mit dieser Platte durch die Stadt fährt, verbindet sich die rauhe Stadt mit der ihr eigenen Romantik auf eine mir bisher unbekannte Art und Weise. Ganz erstaunlich. Plötzlich ist der Clubgänger Poet und der Denker DJ. Ein lockeres Konzeptalbum ist das ganze geworden, einzig und allein gehalten durch eine stringente Geschichte über 11 Songs. Der Ich-Erzähler verliert 1000 Pfund, es passieren komische Dinge, die 1000 Pfund tauchen wieder auf. Punkt. „Fit But You Know It“ ist ein sehr fröhliches Stück. Man stelle sich vor, man kommt in einen clubartigen Pub. Auf der Bühne wird musiziert und der Sänger unterhält sich, das Ganze in den Song einbettend, mit jemandem vor der Bühne. Das Gespräch ist lustig und interessant, man hört bis zum Ende zu und merkt es dann, dass man die ganze Zeit dazu getanzt hat. (tk)

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