The Hardest Way To Make An Easy Living

The Hardest Way To Make An Easy Living

The Streets

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Mike Skinner, die Dritte. Die Yellow Press-Ausgabe, wenn man so will. Statt auf Fiktion setzen The Streets auf Nichts weniger als die Wahrheit. Selbstbeweihräucherung? Der letzte Schliff am eigenen Mythos? Oder nervtötendes Popstargehabe?

Was soll man über diese Platte noch Neues berichten. Landauf, landab waren sie zu lesen, die haarsträubenden Geschichten aus dem Leben des Popstars und Teils des öffentlichen Interesses Mike Skinner. Ausgiebig wurden sie ausgewalzt: die Drogenprobleme, die Spielsucht, das Geld und der Ruhm, die sexuellen Eskapaden mit einem Popsternchen, Thema unseres MP3-Downloads. Tiefschürfendere Exegeten haben sich bereitwillig auf den Tod seines Vaters gestürzt und „Never Went To Church“ auseinander genommen oder ihn zu seiner Liebe zum Tischfußall befragt (selbstredend gibt es laut eigener Auskunft keinen besseren Tischfußballer auf den britischen Inseln als Mike Skinner. Selbst die Stereo MCs sehen da alt aus). Geschenkt! Denn während Skinner in Europa und auf den britischen Inseln längst ein Major-Act ist, der Hallen genauso schnell füllt wie die Klatschspalten, werden seine Platten in den US of A auf dem Independent-Label Vice Recordings veröffentlicht. Während hierzulande das dritte Werk der Streets wie ein Staatsgeheimnis gehütet wird, veröffentlicht man jenseits des Atlantiks ausgerechnet die erste Single als MP3. Da das Netz aber bekanntlich keine Grenzen und schon gar keine Ozeane kennt, ist der Song für jedermann zu haben. Schließlich ist auch Skinners dritter Streich frischer, witziger und unterhaltsamer als der ganze (Pop-)Schrott, der sonst auf den Seiten mit den ganz großen Buchstaben verhandelt werden. (fs)

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