Hey Venus

Hey Venus

Super Furry Animals

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Gruff Rhys ist ein großer Geschichtenerzähler. Sein letztes Soloalbum veredelte der Sänger und Songschreiber der Super Furry Animals mit einem 15-minütigen Song namens "Skylon", für das neue Album seiner Band hat er elf Songs über ein Mädchen geschrieben.

Das schlimme Wort "Konzeptalbum" schwebt also im Raum. Der Ursprung von Selbstüberschätzung, gnadenloser Daddelei und den schlimmsten Rockismen der 70er Jahre. Doch davor sind die Super Furry Animals natürlich gefeit. Statt Konzept mit sinnfreien Soli und einer überfrachteten Geschichte gleich zu setzen, setzen die Super Furry Animals lieber auf Leichtigkeit und jugendlichen Schwung. Statt Rockismen kommt das komplette Arsenal der Popverführung zum Einsatz. Statt Selbstüberschätzung fokussieren sich die Waliser aufs Wesentliche: psychedelischen Pop auf ein neues Level zu heben. Das erreichen sie auf "Hey Venus" so spielerisch einfach, dass man schon mehrere Durchgänge braucht, um die komplette Galaxie an Melodien, Harmonien und Chören in sich aufzunehmen. Tolles Album, das sich ganz beiläufig, aber mit großer Bestimmtheit Aufmerksamkeit einfordert. (fs)

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