The Seer

The Seer

Swans

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Swans wollen keine Harmonie. Das zeigt "The Seer" mehr als deutlich. Mit ihrem zwölften Studioalbum legen sie einen schwergewichtigen Meilenstein vor. Eine Herausforderung für jedes Ohr.

Vor 30 Jahren hat Michael Gira Swans in New York gegründet. Verwurzelt im Post-Punk und New Wave, haben Swans seitdem mit ihrem dunklen Sound von der Doom- bis hin zur Elektro-Szene, von Sunn O))) bis hin zu Fever Ray, ihre Spuren hinterlassen und unzählige Bands und KünstlerInnen geprägt.  Nach mehreren Besetzungswechseln und der Trennung 1997, meldeten sich Swans vor zwei Jahren mit "My Father Will Guide Me Up A Rope To The Sky" zurück.

"The Seer" zeigt die ganze musikalische Flügelspannweite aus Noise, Drone, Wave und Folk, die Swans in den letzten 30 Jahren gewachsen ist. Hämmernde, repetitive sowie introvertierte und melodiöse Passagen - und immer wieder brutaler Lärm. "The Seer" ist ein brachiales Kunstwerk aus Geräusch, Dissonanz und Dramatik, das eine faszinierende wie radikale Intensität entwickelt.

Dabei ist es kaum vorstellbar, dass dieser Brocken aus Verweigerung und Überzeugung, Rückblick und Vision, ursprünglich auf einer Akustikgitarre entstanden ist. 3 LPs respektive 2 CDs braucht dieses 120-minütige Mammutwerk, bei dem alleine der Titeltrack eine halbe Stunde für sich beansprucht. Die apokalyptische Theatralik absorbiert dabei jeden noch so kleinen Hoffnungsschimmer. Beim Hören von "The Seer" hat man irgendwo einmal Angst. Mindestens.

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