Reality Check

Reality Check

The Teenagers

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Music meets Boulevard: Je ein Lied über Nicole Richie und Scarlett Johansson haben The Teenagers schon geschrieben. Popkultig, so darf man annehmen, geht es bei den Franzosen auch in Zukunft weiter.

Gelangweilte Call-Center-Mitarbeiter aus den Pariser Vororten gründen eine Band – öder könnte die Entstehungs-Geschichte eines Pop-Acts kaum sein. Bei The Teenagers entspricht eben diese zwar der Realität, ist allerdings auch schon das einzige langweilige Detail, mit dem sie aufwarten können. Auf diversen Musik-Blogs bereits auf- und abgefeiert, erscheint nun im März das Debüt "Reality Check".

Vordergründig wollen sie darauf angeblich Kritik an der Popkultur üben, in Wahrheit geht es aber um die drei Säulen der Männlichkeit: Sex, Mädchen und noch mehr Sex. Ein dicker Pluspunkt ist sicherlich der charmante Franzmann-Akzent, der selbst ein laxes "Hol´ mir mal ne Flasche Bier" wie eine Einladung zum Beischlaf klingen lässt. Dazu dann noch Gitarren, Synthies und eine Arroganz, die ein wenig an Jarvis Cocker erinnert.

Wie Teenager präsentieren sich Sänger Quentin Delafon, Gitarrist Dorian Dumont und Bassist Michael Spziner übrigens auch, was bereits Songtitel wie "Homecoming", "Fuck Nicole" (Richie) oder "Starlett Johansson" erahnen lassen. Letzterer Song ist der Schauspielerin ähnlichen Namens gewidmet, und darin heißt es: "You don`t believe in monogamy. I`m not jealous Scarlett will you marry me." Also auch textlich der Stoff aus dem Teenager-Träume gestrickt sind.

Julia Wilczok / Tonspion.de

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