Digital Tenderness

Digital Tenderness

Terranova

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Die Berliner Antwort auf die Stereo MC´s und all die Elektro-Punk-Bastarde meldet sich mit einem neuen Album zurück. Terranova entdecken für sich die Melodie neu und finden den Zugang zur Popmusik. Den Beweis gibt sogleich die erste Single.

Im Zentrum von Terranova steht nach wie vor der Clubweltenbummler Fetisch. Der gebürtige Berliner hat in seiner Musikerlaufbahn die verschiedensten Einflüsse für seine Arbeit aufgegriffen und immer wieder neue Produzententeams zusammengebracht. Das dies nicht in unüberschaubare Beliebigkeit ausartete, ist seinem feinem Gespür für Hip Hop und Elektro zu verdanken. So haben sich Terranova zwar mit jedem ihrer bislang drei Alben stets ein wenig neu erfunden, doch trotz vieler Gastmusiker einen eigenen Sound schaffen können. Vom swingenden Hip Hop a lá Stereo MC´s hin zum stürmischen Elektrokiller machten Terranova auch als Remixer für u.a. Fischerspooner und Grönemeyer ihre Vielseitigkeit mehr als deutlich. Mit dem vierten Album ist nun eine Zäsur zu vermelden: nach der jahrelangen Zusammenarbeit mit !K7-Records sind Terranova nun bei Ministry Of Sound, die für ihre professionelle Mischung von Pop und Dancefloor bekannt sind. Und so ist „Digital Tenderness“ durch die Arbeit mit nur einer Sängerin, nämlich der Australierin Jayney Klimek, in sich geschlossener, melodieverliebter und einen Gang langsamer als die rockenden Vorgänger. Downbeat ist allerdings nicht zu befürchten. Mehr ein auf urbane Ausgeglichenheit und Eleganz setzendes Manifest von elektronischer Musik. (jw)

Ähnliche Künstler

Empfohlene Themen