Eat Books

Eat Books

Tiefschwarz

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Die Brüder Schwarz haben ihren musikalischen Horizont in den letzten Jahren deutlich erweitert. Die anfänglichen Deep-House-Helden des Fanta4-Labels bewegen sich heute zwischen mehr Stilen denn je. Ihrem neuen Album tut dies sehr gut.

Ali und Basti Schwarz alias Tiefschwarz sind in der House-Szene seit zehn Jahren regelrecht omnipräsent. Ihre eigenen Tracks formulieren einmal mehr die Verknüpfung von housiger Popmusik. Gleichzeitig haben sie unzählige Remixe produziert und sind als DJs und selbst ernannte „Partysäue« weltweit unterwegs. Die Erfolgsstory „Tiefschwarz“ hat fast schon beängstigende Züge, doch insgesamt scheinen die Brüder auch nach ihrem Umzug nach Berlin ihr Lächeln nicht aufsetzen zu müssen. Ihr neues Album „Eat Books“ streut eine Menge jener Sympathie aus. Zusammen mit dem Studio-Kollegen Jochen Schmalbach haben sie wohl ihr vielseitigstes Album aufgenommen. Klassische, funktionale House-Tracks stehen neben rotzigen Elektro-Rock- und Dancefloor-tauglichen Popsongs. Der Sound ist fett, etwas 80er Jahre angehaucht und durch Gastvocals der Sänger von The Rapture, Chikinki und Eric D. Clark lässig an internationale Maßstäbe angepasst. Etwas weniger Pomp wäre an manchen Stellen vielleicht gut gewesen. Aber "Eat Books" passt bestens in die sich gerade anbahnende Rave-Renaissance. Als Beispiel aus dem Album gibt`s den Track "Schmetterlingsflügel", gesungen von Malte Schlorf. (jw)

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