A Partial Print

A Partial Print

Tiger Lou

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Rasmus Kellerman ist Tiger Lou. Mit seinem dritten Album stapft er weiter seinen Weg durch Indieschwermut und Melancholiepop. Ein schönes Stück Winter.

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„Is My Head Still On?“ fragte dieser Schwede sich und die Indiewelt vor runden vier Jahren, indem er sein Debüt präsentierte. Was damals im Tiger Lou’schen Kontext fast optimistisch und euphorisch klang, wurde auf dem Zweitwerk „The Loyal“ dann schon deftig dunkler beantwortet. Aber dies ist nichts im Vergleich zu heute, zu dem heliophoben „A Partial Print“.

Tiger Lou ist auf den ersten Blick noch immer das Ein-Mann-Projekt des bekennende Joy Division- und deren Nachfolgebands-Fan Kellerman. Auch, wenn „The Loyal“ bereits live schon recht energetisch klang und er mit „A Partial Print“ immer weiter Richtung „Bandsound“ marschiert. Das ist schön, wenngleich auch das A und O von Tiger Lou nichts mit den anderen vier Schweden zu tun hat. Denn Rasmus’ zuweilen doppelt und dreifach geschichteter Gesang ist das, was großartig ist, durch Herzenswärme berührt und ganz besonders (zu dieser Jahreszeit) gefällt.

In Schweden ist „A Partial Print“ selbstverständlich wieder auf Startracks erschienen. Hierzulande hat Kellerman, nach dem jähen V2-Ende, eine neue Heimat bei Tapete Records gefunden.

Björn Bauermeister / Tonspion.de

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