Tindersticks – No Treasure But Hope (Albumcover)

Tindersticks - No Treasure But Hope

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Seit über 30 Jahren beliefern uns die Tindersticks nun mit kultiviertem Chamberpop und das ist auf "No Treasure But Hope" nicht anders: Schwelgerischer orchestraler Sound trifft auf klagenden kargen Gesang.

Diese Band war schon immer anders: Den extrovertierten Britpop-Hype ignorierten sie anzugtragend mit introvertiertem Indierock und starteten so eine Musikkarriere, die bis heute von Stil und Stetigkeit geprägt ist.

Der unaufgeregte Kammerpop und die melancholische Grundstimmung bilden auch auf dem elften Album wieder einen sorgfältig gewobenen Teppich, den man vorsichtig und fast schon andächtig als Zuhörer betritt.

Video: Tindersticks - The Amputees

Schön und traurig zugleich, entfalten sich darauf Songs wie "The Amputees", in dem textlich schmerzhaft das Vermissen besungen wird. "Pinky In The Daylight" schunkelt hingegen wie ein schummriges Kneipenlied dahin, das auch von Element Of Crime stammen könnte.

Ausgestattet mit Vibrafonklängen, Pianoelementen, Streichern und Bläsern lässt Stuart A. Staples dabei seinen samtenen Gesang wie einen Geist von David Bowie und einen versöhnlicheren Nick Cave erklingen.

Video: Tindersticks - Pinky In The Daylight

"No Treasure But Hope" ist dabei tatsächlich trotz aller gebotener Schwere und Melancholie auch ein hoffnungsvolles Album geworden: Im elegischen eigenen Sound-Kosmos der Briten nimmt es daher souverän einen wichtigen Platz ein.

Tindersticks Live 2020:

04.02. Berlin, Berliner Philharmonie
18.04. Bochum, Schauspielhaus
19.04. München, Prinzregententheater
20.04. Hamburg, Laeiszhalle

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