Beacons Of Ancestorship

Tortoise - Beacons Of Ancestorship

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Nach fünf Jahren kriecht die alte Avantgarde-Schildkröte wieder ans Tageslicht. Mit einem Album, das zeigt, warum Musik aus Chicago in den Neunzigern so wichtig war. Und dass Tortoise zu diesem Umstand nicht gerade unwesentlich beigetragen haben.

Es gibt Bands, die dürfen alles. Sie dürfen sich gerne mal vertun, können die wildesten Sachen miteinander vermengen und sich auch kurz in der Belanglosigkeit ausruhen. Solche Sachen sind normal, wenn man experimentiert und neue Wege geht bzw. ebnet. Tortoise ist eine derartige Band. Jonglierend mit Dub und Jazz, Ambient und Minimal, Jazz und Elektronika hat das Konglomerat versierter Musiker mit jedem ihrer Werke eine besondere und ureigene Musikform kreiert.

Nach einer halben Dekade melden sich Tortoise nun mit ihrem sechsten Album zurück. "Beacons Of Ancestorship" klingt wie eine Rückbesinnung an das, was diese Band seit den Neunzigern auszeichnet: Kein wahlloses Zusammengepansche, sondern die Nutzung kunstvoller Synergien. Auf diese Weise erzählt die Band auch heute wieder ohne Worte, malt große Bilder ohne viel Schnickschnack, zieht weite Kreise und geht ins Detail ohne Grenzen zu beachten. Musikalische Individualvisionen unteschiedlichster Couleur werden hier unter dem dicken Panzer des Kraut-, Indie- und Postrocks zu einer progressiven Vielfalt und wohlklingenden Harmonie vereint. Gleich zwei Freetracks aus dem im Juni erscheinenden Tortoise-Album sprechen hier für sich - und sie.

spotify release radar

Ähnliche Künstler

Empfohlene Themen