Tracey Thorn - Record

Tracey Thorn - Record

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Synthie getriebener funkelnder Electropop und geschliffene Lyrics präsentiert Tracey Thorn mit der würdevollen Nonchalance einer wahrhaftigen Pop-Queen auf ihrem neuen Album “Record”.

Mit dem Jazz-Pop-Duo Everything But The Girl wurde Tracey Thorn Mitte der Achtzigerjahre berühmt, benannt hatte sich die Band nach dem sexistischen Werbeslogan eines lokalen Möbelhauses „Wir verkaufen Ihnen alles fürs Schlafzimmer – bis auf eine Frau!“. Dem Thema Feminismus bleibt Thorn auch auf ihrem fünften Solo-Album treu und kündigt “nine feminist bangers” an.

Die Songs sind mal cooler Electropop mit Unterstützung der Art-Indie-Girlgroup Warpaint wie bei der ersten Single “Queen”, mal cheesy Eighties-Sound im Stile einer Lisa Stansfield im Falle von “Air” oder reduziert-schimmernder Disco-Dub zusammen mit der Neo-Soul-Sängerin Corinne Bailey Rae in “Sister”, in dem sie die schöne Zeile “I Fight Like A Girl” singt und diese normalerweise geringschätzig gemeinte Phrase mit erhabener Lässigkeit in eine feministische Deklarierung umdeutet.

Video: Tracey Thorn - Queen

Über allen Liedern schwebt die samtene dunkle Stimme Thorns, immer noch eine der unverkennbarsten im ganzen Pop-Zirkus, und die auch tatsächlich etwas zu sagen hat: Die neun Songs sind mit klugen Texten zum komplexen Sachverhalten wie Gender („I Liked The Boys, But They Liked The Girly Girls“) oder Social Media („If I Just Keep Refreshing Maybe You’ll Disappear“) oder auch vermeintlich leichten Themen wie Tanzmusik zu hören – in „Dancefloor“ wünscht sie sich endlich wieder Lieder vom Kaliber „Golden Years“ oder „Let The Music Play“ zu hören.

Sie selbst verbindet auf „Record“, im Übrigen co-produziert von Ewan Pearson, der bereits mit den Pet Shop Boys oder Grace Jones zusammenarbeitete, Strömungen der Achtziger- und Neunzigerjahre und schafft doch ein Album für das Jetzt – voller hypnotischer Beats und hymnischer Dancefloor-Hits.

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