False Idols

Tricky

Redaktionswertung: 
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gut
sehr gut

„Nothing's Changed“, das ist im Zusammenhang mit Tricky zunächst einmal eine gute Nachricht. Glichen seine letzten beiden Alben doch eher einer für ihn und seine Fans schmerzhafte Sinnsuche, die man schnell aus dem Gedächtnis gelöscht hat. „False Idols“ ist aber auch ein Neuanfang, mit dem sich Tricky als Labelboss etablieren möchte.

Ganz ohne Katharsis geht es bei Tricky nicht. „False Idols“ eröffnet eine Coverversion von Van Morrison, „Somebody's Sins“. Es bleibt im weiteren schwermütig, und Selbstkasteiung Trickys liebstes Hobby, bis mit „Passion of the Christ“ für alle die erhoffte Erlösung kommt. Der Weg bis dahin ist allerdings längst nicht so holprig wie zuletzt. Tricky beschränkt sich auf sein diabolisches Geknurre, das klingt als hätte er mit einem Satz Schrauben gegurgelt, die Glanzpunkte setzen seine Gäste. 

Mit Francesca Belmonte und Fifi Rong präsentiert er zwei Künstlerinnen, die in Zukunft auf seinem neuen Label False Idols veröffentlichen werden. Nneka und The Antlers Sänger Peter Silberman übernehmen weitere wichtige Parts, während sich Tricky hauptsächlich darauf konzentrieren kann, schleifende Beats zu programmieren.

Für Feel Good Music war Tricky noch nie zuständig, „False Idols“ macht aber den Eindruck als wäre hier jemand mit sich selbst im Reinen. Unnötige Experimente, gewollte Brüche und krampfhafte Versuche, innovativ zu klingen, lässt Tricky diesmal einfach bleiben. „False Idols“ ist Konzentration auf die eigenen Stärken - sicher der signifikanteste Unterschied zu den Vorgänger.„False Idols“ von Tricky erscheint am 24.05.2013.

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