From Tokyo To Naiagara

From Tokyo To Naiagara

Tujiko Noriko

Redaktionswertung: 
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sehr gut

Japan wird immer interessanter für Popmusikfreunde. Mit ihren ganz eigenen Stilverständnissen und Mitteln zwischen Kitsch und Innovation, halten die japanischen Musiker noch eine Menge bereit. Tujiko Noriko soll als großartiges Beispiel dienen.

Die junge Frau aus Tokio wird trotz ihres noch jungen Musikerdaseins bemerkenswert oft direkt hinter Björk erwähnt. Während die isländische Diva mittlerweile weiter auf der Suche nach dem perfekten Popsong ist und dabei auf fast sämtliche Mittel zurückgreift, wirkt Tujiko Noriko bescheiden. Der Ansatz ist allerdings ähnlich: heller, naiv wie auch bedrückt klingender Gesang steht elektronischer, zuweilen experimenteller Musik entgegen. Sperrig und doch könnten es Melodien für Millionen werden. Nach ihren Veröffentlichungen bei dem österreichischen Label Mego, folgte nun das neue Album „From Tokyo To Naiagara“ auf dem kölner Label Tomlab, welches für seine behutsamen Gratwanderungen zwischen Pop und Kantigkeit bekannt sein dürfte. „From Tokyo To Naiagara“ öffnet sich weit mehr dem Popsong, als die vorigen Alben und gerät doch kaum in die Gefahr der Belanglosigkeit. In japanischer Sprache soll Tujiko Noriko kleine, fiktive Geschichten aus dem Leben singen, die man sich als Nicht-Japanologe leider nicht erschließen kann. Dafür lässt sich ihre Stimme als weiteres Instrument aufnehmen und wenn man mit sich der stimmlichen Lautmalerei zufrieden gibt, wird dem geneigten Zuhörer das inhaltliche Unverständnis kaum als Manko auffallen. (jw)

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