Cream Cuts

Cream Cuts

Tussle

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Der Wunsch, Tussle einmal gemeinsam mit Who Made Who und !!! auf Tour zu sehen, blieb unerfüllt. Dabei arbeitet das Quartett auch auf "Cream Cuts" an einer wuchtigen Zusammenführung von experimentellem Krautrock und Disco.

Wie kommt man Instrumentalmusik bei, die sich konsequent der Kategorie "Club" entzieht. Dabei aber angetrieben von zwei wuchtigen Drummern soviel Energie produziert, dass man unmöglich stillstehen kann? Tussle fokussieren sich auf ihrem dritten Album "Cream Cuts" ganz auf sich selbst und verdichten weiter ihre Mischung aus Krautrock, Elektronik und einem kleinen Schuß Disco.

Ähnlich wie die Chefenergetiker von !!!, dürfte Tussles "Drum and Bass" vor allem live durch die Decke gehen. Die Beats auf "Cream Cuts" schreien danach in die Endlosigkeit gezogen zu werden, auszuufern, auszufransen, auszubrechen, die innere Spannung zwischen Freiheitsdrang und strukturellem Korsett aufzubrechen und aufzulösen. Dieser Kampf, dieser Tussle, macht die Songs auf "Cream Cuts" so beklemmend. Bleibt die Hoffnung auf eine baldige und livehaftige Auflösung dieser Beklemmungen.

Florian Schneider / Tonspion.de

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