Forget

Forget

Twin Shadow

Redaktionswertung: 
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sehr gut

Hinter Twin Shadow verbirgt sich das Ein-Mann-Projekt von George Lewis Jr.. Zusammen mit Chris Taylor (Grizzly Bear) als Produzenten, wurde das Debüt "Forget" aufgenommen. Zuvor ist der Musiker von Florida nach Brooklyn gezogen, hat den Punk hinter sich gelassen und sich der Musik seiner Jugend gewidmet.

 

Wie der Schatten von Zwillingen sich doch ähnelt, auch wenn zwischen der Geburt scheinbar über 20 Jahre liegen. Mit seinem Debüt erweitert der in der Dominikanischen Republik geborene Musiker, den traditionellen 4AD Sound mit seinem 80er Synthie-Pop um eine Facette mehr. Dass diese Zeit als Geschwisterchen gesehen werden muss, wird nicht nur durch den schönen Schnorres von Lewis zu Schau getragen. 

Lewis selbst bezeichnet seine Kompositionen als Schlafzimmer-Musik, wie man sie aus klassischen B-Movies der 80er kennt. Mit einem allbewährtem Disco-Sound als Pate, verbindet er den Lo-Fi Charakter minimalistischer Aufnahmen mit orchestralen Arrangements. "Forget" klingt auch alt oder älter, aber eben nicht altbacken. Das Album gibt scheinbar verstaubten Bassläufen einen neuen Glanz, pulsiert mit leichtem Elektro nah an der heutigen Zeit und schafft mit seinen Synthieflächen eine angenehme Wärme, die in genannten Schlafzimmern oder eben in Clubs funktioniert. Dass dieses Konzept 2010 gelingen kann, haben Hurts unlängst bewiesen.

Mit Twin Shadow hat sich Lewis ein geschmackvolles Alter Ego eingerichtet und ein ansehnliches Debüt vorgelegt. Ein nerdiges Album, ein schönes Album.   

 

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