Barking

Underworld - Barking

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Als Underworld mit "Born Slippy" 1996 im Film Trainspotting ihren großen internationalen Durchbruch feierten, waren sie schon einige Jahre im Geschäft. Langer Atem zahlt sich eben aus und so sind sie immer noch da und veröffentlichen 30 Jahre nach ihrer ersten Zusammenarbeit das Album "Barking".

"Barking" das steht sowohl für das Gebell eines Hundes, als auch für einen Londoner Stadtteil. Ob es ein kleiner Seitenhieb auf Karl Hydes charakteristischen Sprechgesangsstil ist, ist nicht überliefert. Doch kaum eine andere Band, außer vielleicht Scooter, ist so auf Anhieb wieder erkennbar wie Underworld. Sie haben sich ihr eigenes Genre geschaffen, indem sie die damals extrem hohen Mauern zwischen Rock und Electro/Trance eingerissen haben und fast im Alleingang gezeigt haben, dass es dazwischen auch etwas gibt.

Eingefleischte Rockfans und Elektronik-Puristen rümpften gleichermaßen die Nase über dieses Crossover, Rockmusik mit elektronischen Mitteln zu machen, doch gleichzeitig haben sich Underworld seit ihrem Megahit Mitte der Neunziger sehr viele treue Fans erspielt. Ihre bombastischen Live-Shows sind legendär und selbst wenn sie schon lange nicht mehr in den Charts waren, verlief ihre Karriere anhaltend erfolgreich, bis heute.

Und daran wird sich dank des neuen Albums "Barking" wohl auch nichts ändern. Hier zeigen Underworld ihre große Kunst, mit minimalen Mitteln, Ohrwürmer zu kreieren. Die Produktion haben sie diesmal diversen Produzenten in die Hände gelegt, unter anderem High Contrast, Paul van Dyk oder Mark Knight. Und trotzdem ist es ein typisches Underworld-Album geworden, was in diesem Fall - ob man ihren Stil nun mag oder nicht - inzwischen als Qualitätssiegel bezeichnet werden muss.

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