One Night In Comeme

One Night In Comeme

VA - One Night in Comeme

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Zum Jahresende 2012 zaubert einem die Comeme-Crew um Matias Aguayo mit dieser Compilation ein breites Grinsen ins Gesicht. Elf Tracks zwischen Kraftwerk und Senor Coconut, Wahnsinn, Euphorie und jedem Dancefloor der Welt.

Bräuchte man einen Prototypen, um den typischen Cómeme-Sound zu erklären, Philipp Gorbachevs Version von Barnts „Geffen“ wäre erste Wahl. Oldschoolige Synthies, an denen auch Kraftwerk gerne ihre Stücke „mit dem Taschenrechner in der Hand“ kalkuliert hätten, treffen auf eine unerbittliche, an der Grenze zur Stumpfheit pumpende Bassdrum und Percussions, die dem ganzen einen schrägen lateinamerikanischen Groove geben. Fehlt nur noch das obligatorische Vocal-Sample...

Wer jetzt aber meint, er könnte Cómeme-Tracks in Windeseile selbst zusammenbasteln, der irrt. Schließlich ist Musik mehr als die Summe ihrer einzelnen Teile und tief drin in den Tracks auf „One Night In Cómeme“ steckt etwas, das dem Klischee nach Lebensfreude sein müsste, aber treffender mit Witz und Esprit beschrieben ist. Genau das unterscheidet jeden einzelnen der hier versammelten Tracks von Daniel Maloso, Barnt, Sano, Djs Pareja, Alejandro Paz und wie sie alle heißen vom großen Rest. Sind eben alles heimliche Karnevalisten, egal ob aus Köln-Kalk oder Buenos Aires.

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