B-Seiten

B-Seiten

Verstärker

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Zwischen Postrockknistern und Elektrofunk setzen Verstärker Musik aus Menschenhand. Seltsam bescheiden „B-Seiten“ benannt, arbeitet sich das Album des Quintetts an Drum and Bass, Instrumentalrock und Poesie in Wort und Klang ab.

In klassischer Rockbandbesetzung plus Tasten beschreiben Verstärker Kreise, legen und verschieben Flächen und lassen Kleinigkeiten gegeneinander laufen. Mal tanzbar, mal verschlafen, mal ausgefuchst, mal simpel schlägt „B-Seiten“ in verschiedene Kerben. Hier pluckern Instrumentalskizzen, da schleicht sich das gesprochene Wort ins verträumte Ganze, dort ist plötzlich Gesang mit ausgebreiteten Armen – im nächsten Augenblick. Es gibt Elektrosoundimitate, Stücke ausufernder Popmusik, vertonte Gedichte, Streicherstudien. Das ist, klar, nicht immer ganz aus einem Guss und passt daher zum Kombination-unabhängiger-Einzelteile-Namen des Albums. Und dann sind da noch die Sprech- und Singstücke, die dem sonst angenehm vieldeutigen, vielschichtigen, zur Erforschung einladenden Verstärkersound unangenehm konkrete Klarheit verleihen. Im nächsten Moment dann wieder Wirrwarr. Dann geht es ja wieder. (sc)

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