Ghetto Bells

Ghetto Bells

Vic Chesnutt

Redaktionswertung: 
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"Ghetto Bells" ist das mittlerweile zwölfte Album von Vic Chesnutt. Seine Plattenfirma nennt ihn "Prometheus im Rollstuhl mit ramponierter Gitarre". Ein Folk-Freak. "Ruhe bitte, Vic Chesnutt singt."

Vic Chesnutt ist einer von wenigen. Ein Mensch, der seine Musik als Selbsttherapie nutzt und so die Ehrerbietung erlangt, die ihm zusteht. Der Hörer verstummt und lauscht seinen traurigkomischen Songs. Der 1965 in Athens geborene Singer/Songwriter hält seiner Umwelt einen ebenso poetischen wie schonungslosen Spiegel vor. Der einstige Keyboarder der Band "La De Das" ist seit 1983 durch einen unter Alkoholeinfluss verursachten Verkehrsunfall querschnittsgelähmt. Zunächst tingelte er mit verzweifelt-zynischen Songs und einer Gitarre durch lokale Clubs und fröhnte weiterhin dem Alkohol. Kein geringerer als Micheal Stipe (R.E.M.) entdeckte ihn bei einem dieser "Events" und produzierte mit ihm an einem Nachmittag eine Platte ("Little",1988). Angeblich sagte Stipe zu Chesnutt: "Ich möchte mit dir eine Platte aufnehmen, bevor du dich umgebracht haben wirst." Bei "Ghetto Bells" gelang es Produzent John Chelew, seinen Traum von einer gemeinsamen Produktion "Vic Chesnutt - Don Heffington" zu erfüllen. Don Heffington sieht Chesnutt auf einer Ebene mit Tennessee Williams. Auf dem Album wirken neben Bill Frisell noch Van Dyke Parks, Dominic Genova, Tina Chesnutt und Liz Durrett mit. "What Do You Mean?" ist ein wunderbares Stück aus diesem Album. Ein "Making Of" der Produktion gibt es zudem noch unter "Links" zu betrachten. (tk)

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